Schmerzen sind vor allem ein Signal, ein Hinweis auf eine Fehlfunktion, eine Überlastung oder auf einen Mangel. Deshalb ist es nicht ratsam, dieses Signal einfach zu ignorieren oder mit Medikamenten "abzuschalten".
Wenn in Ihrem Auto eine rote Kontrolllampe aufleuchtet und man versucht, diese abzuschalten, bleibt der eigentliche Grund ja trotzdem bestehen. Genauso ist es im Körper.
Schmerzen sollten immer im Kontext der Schlüsselregionen wahrgenommen und behandelt werden. Sie verschwinden nicht von selbst - sie benötigen Verständnis, Sensibilität, Zuwendung und Aufmerksamkeit, damit eine echte, nachhaltige Veränderung eintreten kann.
Damit ergeben sich eine Fülle von Möglichkeiten, akute und auch chronische Schmerzen zu behandeln.
Was haben meine Schmerzen und Beschwerden mit Faszien zu tun?
Viele Menschen fragen sich, ob ihre Schmerzen oder Diagnosen mit den Faszien zusammenhängen. In sehr vielen Fällen lautet die Antwort: Ja. Faszien bilden ein durchgehendes, hochsensibles Netzwerk, das Struktur, Spannung und Fluss im gesamten Körper steuert. Wenn dieser Fluss gestört wird, entstehen Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und chronische Beschwerden.
Warum Faszien eine neue Sicht auf den Körper ermöglichen:
Faszien sind nicht nur „Bindegewebe“, sondern ein lebendiges System, das alle Zellen miteinander verbindet. Sie reagieren auf Druck, Bewegung, Belastung, Stress und sogar auf unsere Gedanken. Das Verständnis des Körpers durch die Faszien zeigt:
Alles, was lebt, befindet sich in einem natürlichen Fluss.
Dieser Fluss ist entscheidend für unsere Gesundheit.
Wenn der bewegliche Fluss innerhalb der Faszien blockiert ist, wirkt sich das auf den gesamten Organismus aus. Wie aber entstehen fasziale Beschwerden? Der Körper ist so aufgebaut, dass er Druck aufnimmt und Druck abgibt. Wird diese Balance gestört, entstehen Fehlbelastungen und Blockaden. Typische Ursachen für gestörte Faszienfunktion:
Körperlicher
Druck
Innerer
Druck
Biologischer
Druck
Alle diese Faktoren verändern die Spannung, Gleitfähigkeit und Struktur der Faszien – und dadurch entstehen Schmerzen und Funktionsstörungen.
Wie löst man fasziale Probleme wirklich? Im Faszienansatz wird nicht versucht, nur das Symptom zu behandeln. Stattdessen fragt man: Wo beginnt die Blockade im Körper? Welcher Druck kann nicht mehr ausgeglichen werden? Welche Kompensation führt zu diesem Schmerz?
Die Behandlung zielt auf die Grundursache, nicht alleine auf das lokale Schmerzgebiet. Das bedeutet:
Die Stelle, die weh tut, ist selten die Ursache.
Darum ist eine ganzheitliche Sichtweise entscheidend, die den gesamten Körper und den gesamten Menschen berücksichtigt. "Schmerz ist der Schrei des Gewebes nach fließender Energie" - Diesem Kernsatz sind alle meine Behandlungen verpflichtet und das spüren Sie tatsächlich. Plötzlich werden Füße oder Hände warm, Kopfdruck löst sich, Sie atmen freier, stehen sicherer und standfester auf dem Boden, die Haltung hat sich verbessert, und alles fühlt sich leichter an.
Diese 5 Schlüsselregionen des Körpers regulieren und kompensieren ständig die gesamte Körperhaltung. Ein schlechtes Zusammenspiel ist ursächlich an den meisten Schmerzen beteiligt und deshalb müssen diese Schlüsselregionen besonders gut zusammenarbeiten können.
Faszien sind dabei das verbindende Element:
Der Verbindung des Kopfes zu den obersten Halswirbeln (Atlas und Axis) und zum Hinterkopf (Occiput) spielt eine zentrale Rolle für Ihre gesamte Statik. Hier befinden sich eine Fülle von Sensoren, die ständig Spannungen und Haltungsveränderungen registrieren. Alle Fehlhaltungen, die sich im Laufe der Jahre irgendwo im Körper eingeschlichen oder entwickelt haben, werden auch hier ihre Wirkung entfalten.
Durch sanfte manuelle Techniken lassen sich Probleme in dieser Schlüsselregion erkennen und behandeln. Das Ziel ist es, die natürliche Beweglichkeit, Ausrichtung und Funktion dieser Bereiche wiederherzustellen. Das kann sich positiv auf den gesamten Körper auswirken und zu einem deutlich verbesserten Allgemeinzustand führen.
Im oberen Brustkorb, dort wo Hals und Brustbereich aufeinandertreffen, liegt eine wichtige Durchgangszone (thoracic outlet). Hier stauen sich oft Spannungen durch Stress, Bildschirmarbeit oder schlechte Haltung.
Stellen Sie sich diese Region wie ein Tor vor. Durch diese Offnung verlaufen wichtige Blutgefaße, Nerven und Lymphbahnen - alles auf dem Weg zwischen Gehirn, Armen und Brustkorb. Eine sehr geschäftige Kreuzung.
Wenn dieser Bereich verspannt oder blockiert ist, hat das seine Auswirkungen. Die Versorgung der Arme leidet, Lymphe staut sich und der Sympathikus (unser Aktivierungsnerv) feuert manchmal zu stark. Atmung und Herzschlag geraten aus dem Takt.
Gezielte Faszien- und Muskelbehandlung lost die Blockaden. Wenn sich hier der Energiefluss normalisiert, können Sie das als Erleichterung im ganzen Oberkörper spüren.
Das Zwerchfell ist weit mehr als nur ein Atemmuskel. Es verbindet Atmung, Haltung und innere Organe miteinander - eine zentrale Schaltstelle in Ihrem Korper.
Wenn Sie atmen, massiert das Zwerchfell die Oberbauchorgane sanft durch. Bei chronischer Anspannung oder standigem Luftanhalten steht es zu hoch und diese naturliche Bewegung fallt weg. Die Organe werden schlechter durchblutet, die Verdauung leidet.
Das Zwerchfell sitzt genau dort, wo Brust- und Lendenwirbelsaule aufeinandertreffen. Eine Schlüsselregion fur Verdrehungen der Wirbelsaule. Interessant: Der Zwerchfellnerv kommt aus der Halswirbelsaule - deshalb hängt auch hier alles zusammen.
Bewusstes Atmen wirkt direkt. Langeres Ausatmen senkt den Blutdruck, beruhigt das Nervensystem und verbessert die Verdauung. Freie Atmung ist tatsachlich ein Schlüssel zur Schmerzlinderung.
Das Becken mit der Lendenwirbelsäule ist das Kraftzentrum Ides Korpers. Hier laufen alle wichtigen Verbindungen zusammen: Wirbelsaule, Kreuzbein, Huftgelenke, Unterleibsorgane und die Versorgung der Beine. Fehlstellungen in dieser Region wirken sich nach oben und unten aus - auf Schultern, Rucken, Hufte und Knie.
Die Iliosakralgelenke als Stoßdämpfer zwischen den Beckenhälften sind einerseits stark aber auch empfindlich. Unsanfte Landungen nach Sprungen oder Sturze auf Gesaß und Rucken können hier Verletzungen verursachen, die allmahlich zu Fehlhaltungen fuhren.
Wenn ein Bein langer ist als das andere erscheint, ist das eine sog. Beckenverdrehung. Dieses Problem weitet sich in die ganze Wirbelsaule aus.
Der Ubergang von Lendenwirbelsaule zu Becken ist eine subsatnzielle Schlusselregion - genauso wichtig wie Sprunggelenke und Genick fur Stabilitat und Bewegungfreiheit.
Ihre Fuße tragen das ganze System. Fehlstellungen oder Spannungen hier wirken sich bis zum Kopf aus.
Die Fuße sind randvoll mit Nervenenden, Drucksensoren in den Sohlen, Dehnungsrezeptoren um die Sprunggelenke. Diese Sensoren senden standig Informationen ans Gehirn. Deshalb spielen die Fuße eine zentrale Rolle fur Ihre Korperhaltung und Ihr Gleichgewicht - bei Gleichgewichtsstorungen sind sie immer beteiligt.
Schauen Sie sich Ihre Schuhsohlen an. Die Abnutzungsmuster zeigen Ihr Laufverhalten. Bei einem nach innen geneigten Fuß nutzt sich die Außenseite starker ab, bei einem nach außen geneigten Fuß die Innenseite.
Fußfehlstellungen verschieben die Gewichtsverteilung auf die Knie. Das Gelenk wird ungleichmaßig belastet, verschleißt schneller. Die ganze Beinachse verandert sich, das Knie steht unnatural. Schmerzen beim Stehen, Gehen oder Sport sind die Folge.
Bei Schmerzen im Körper gilt es als erstes, die Spannungen zwischen diesen Schlüsselregionen zu erkennen und mit osteopathischer Faszienarbeit zu lösen.
Damit entsteht Verbindung und meistens kommt es zu einem ersten "Flow Gefühl" - die Tiefenwahrnehmung im Körper nimmt zu und die ersten Verbesserungen werden spürbar.
Um schmerzhafte Regionen noch besser zu durchbluten, tiefer zu durchwärmen, den Lymphfluss zu verbessern und Entzündungen zu reduzieren benutze ich 3 Bausteine zu immer tieferer, konkret erlebbaren Entspannung:
Osteopathische
Faszienarbeit
löst Spannungen und Verklebungen im Bindegewebe und das führt zu Schmerzfreiheit und einem verbesserten Körpergefühl
Gezielte
Akupressur
Sanfter Druck auf ausgewählte Akupunktur-Punkte fördert die Durchblutung, löst Blockaden und läßt Energie frei fließen
Ausgewählte
Reflexzonen
Reflexzonenmassagen wirken wunderbar bei streßbedingten Symptomen wie Schlafstörungen und Verdauungsproblemen
Was sind Faszien überhaupt? Stellen Sie sich ein feines, alles umhüllendes Netz aus Fasziengewebe vor, das Ihren ganzen Körper durchzieht. Sie hüllen jeden Muskel, jede Sehne, jedes Organ ein. Sie geben uns Struktur, Stabilität, Sensibilität und Körpergefühl. Dieses Netz reicht bis in die tiefsten Körperregionen und funktioniert als e i n zusammenhängendes System. Die Besonderheit: Faszien reagieren auf Dehnung in jede Richtung, ohne zu reißen. Sie sind elastisch und anpassungsfähig. Genau diese Elastizität macht so vieles in unserem Körper erst möglich.
Probleme entstehen, wenn Faszien verkleben, sich verhärten oder austrocknen. Dann verlieren sie ihre Elastizität. Die Folge: Schmerzen und eingeschränkte Bewegung. Noch mehr: Auch Organe können darunter leiden. Eine verspannte Faszienhülle um die Leber, die Blase oder den Magen überträgt Spannung in andere Bereiche des Körpers und stört normale Funktionen.
Diese Zugkräfte lassen sich erspüren und behandeln.
Ich kombiniere verschiedene Techniken. Mit osteopathischen Griffen löse ich Verklebungen und Verspannungen. Die Durchblutung verbessert sich, das Gewebe regeneriert. Akupressur ergänzt die Behandlung perfekt, weil beide im gleichen Gewebe wirken, dem faszialen Bindegewebe und Zellzwischenraum..
Jede Behandlung stimme ich auf Ihre Beschwerden ab. Ich höre Ihnen zu und nehme mir Zeit, Ihre Situation zu verstehen. Sie bekommen von mir auch Übungen für zuhause mit, damit Sie auch selbst an Ihrem Fortschritt arbeiten können.
Diese Behandlungen dauern etwa 1 ½ Stunden
und kosten Sie 80,- Euro
Dazu gehören ein ausführliches Gespräch
über Ihre Situation, verschiedene Ganzkörper-
Tests und eine berührende und feinfühlige
Behandlung aller beteiligten Regionen
Spannungskopfschmerzen, Kopfschmerzen, Migräne, einseitige Kopfschmerzen
Atlas-Occiput-Probleme
Nackenverspannungen, steifer Nacken und Hals, Schiefhals, HWS Syndrom
Kiefergelenksprobleme und Schmerzen, Kieferdruck, craniomandibuläre Dysfunktionen, Zähneknirschen
Augenprobleme, Überanstrengung durch Bildschirmarbeit
Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen
Zustände nach einem frischen Schleudertrauma oder mit bleibenden Beschwerden
Schulterschmerzen, Schulterprobleme, Schulter-Arm-Syndrom
Ellenbogen , Sehnenscheidenentzündung, Karpaltunnelsyndrom, Verstauchungen
Nachbehandlung eines gebrochenen Armes
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